Piccolo Trompete
Die Piccolo Trompete, das Wort „Piccolo“ kommt aus dem Italienischen und bedeutet „klein“; in Zusammenhang mit der Trompete versteht man darunter ein Instrument mit verkürzter Mensur und engerem Schalltrichter, das den Spieler in die Lage versetzt, Töne in höheren Lagen bequemer zu intonieren als mit einer üblichen Ventiltrompete. Obwohl sie entwickelt wurde, um die hochliegenden Stimmen barocker Trompetenmusik, also des 17./18. Jahrhunderts, komfortabler spielen zu können, war sie zu jener Zeit nicht bekannt, sondern wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt. Heutzutage kommt eine Piccolo Trompete manchmal auch auf einem JGA zum Einsatz.
Man ist sich nicht ganz einig darüber, ob diese Trompetenart wegen des historischen Bezugs Bach-Trompete genannt wird oder in Bezug zum amerikanischen Trompetenhersteller Vincent Bach. Entsprechend ihres speziellen Einsatzgebietes ist die Piccolo-Trompete in verschiedenen Stimmungen erhältlich, z.B. in F, G, hoch B/A oder H/C. Um auch tiefere Töne weiter gut erzeugen zu können, hat der Spieler meistens ein viertes Ventil, ein sogenanntes Quartventil zur Verfügung. Unter EU 600.- ist solch ein Spezialinstrument nicht erhältlich. Es erfordert viel Erfahrung in Ansatztechnik, Intonation und Koordination der Ventilgriffweise mit den Fingern sowie Atemtechnik und für Anfänger empfiehlt sich eher die auf B oder C gestimmte normal mensurierte Trompete. Bekannte Virtuosen auf der Piccolo-Trompete sind Adolf Scherbaum, Maurice André, Ludwig Güttler und Edward Tarr. Bekannte Werke, die heute mit diesem Instrument gespielt werden stammen von Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach u.a.